Deutschlandfahne verboten? „Ich denk ich spinne.“

Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft und Stunden nach der mutmaßlichen Besetzung des Bundestages durch „unbekannte Mächte“, die sofort das Zeigen der Deutschlandfahne am und vor dem Parlament verboten hatten, fährt doch ein weißer Kleinwagen mit gleich zwei Deutschlandfahnen außen frech durch unsere Kleinstadt. Ein übereifriger Fußballanhänger? Ein mutiger Bürger? Ein „Rächtzeksträhmer“?

Deutschlandfahne am Bundestag nach Gutsherrenart verboten

Dem war investigativ auf den Grund zu gehen. Zuvor hatte sich schon das mit den gemutmaßten „unbekannten Mächten“ geklärt. Nicht etwa eine neuerliche Eroberung des Reichstages durch Rotarmisten, die wie 1945 einen Fahnenwechsel vollzogen hatten. Immerhin sollen „die Russen“ laut SPD-„Friedensminister“ und Bundeshellseher Boris Pistorius erst 2029 irgendwie „kommen“. Jedenfalls noch nicht jetzt. Es war Julia Klöckner („Merkelwahlverein“ CDU), die gegenwärtige Präsidentin des Deutschen Bundestages, die das Zeigen der Deutschlandfahne am Bundestag „unsereDemokratie“-demokratisch verboten hat. Sie beruft sich dabei auf die Hausordnung der Einrichtung.

Bleibt der Kleinwagen mit Deutschlandfahne, mitten in der Provinz, Nähe Edersee? Ich sehe von weitem, wie das Auto gerade losfahren will. Ich nähere mich schnell, deute mit den Händen an, daß die Fahrerin bitte die Scheibe herunterschieben möge. Ein offener, freundlicher, fragender Blick trifft mich. Ich frage, ob ich sie etwas fragen darf. Ich darf. „Warum haben sie die Deutschlandfahnen am Auto?“ Sinngemäß kommt wie aus der Pistole zurück: „Ich denk ich spinne.“

Weder ein übereifriger Fußballanhänger also, noch ein „Rächtzeksträhmer“. Ich finde mich einer jungen Frau gegenüber, einer berufstätigen, selbständigen Mutter, die die Schnauze voll hat, daß – Hausordnung hin oder her – an unserem Parlament Nationalfarben verboten werden. Ich könne gern ihr Auto mit den Deutschlandfahnen fotografieren. Sie würde dazu stehen. Der Verfasser ist beeindruckt. Frau M. ist also gut informiert, besitzt einen gesunden Menschenverstand und vor allem Zivilcourage, von der auch der Verfasser sich ein Stück abschneiden kann. Unsere Stadt (SPD verwaltet) hat 17K Einwohner. Nun zeigen zwei von 17’000 Flagge. Ein Hefekrümel kann einen ganzen Mehlberg zum „Aufgehen“ bringen. Übrigens: Ist eine Deutschlandfahne am Auto überhaupt erlaubt?

Flaggen am Auto sind grundsätzlich erlaubt, jedoch müssen sie fest angebracht sein und die Verkehrssicherheit darf nicht beeinträchtigt werden. Die Sicht des Fahrers, die Beleuchtung und die Außenspiegel müssen frei bleiben. Fähnchen wie im Foto sind primär für den Stadtverkehr gedacht. Auf der Autobahn sollten sie entfernt werden. Denn sie könnten sich lösen und den nachfolgenden Verkehr gefährden. Quelle: bussgeldkatalog.org

(Kommentare/Hinweise bitte per Mail einreichen: kontakt | at | bildfantasien | dot | de)

BUB)

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