Mont Sainte-Odile: Neujahr auf dem Heiligen Berg des Elsass

Pour toutes les bonnes personnes que j’ai pu rencontrer lors de mon voyage1.

Große Wiese südlich von Mont Sainte-Odile | Bild: Andreas Bubrowski

Große Wiese südlich von Mont Sainte-Odile. Neujahr 2017 lockte sie sonnengeflutet ein buntes Völkchen aus den unter dicken Wolkenpaketen liegenden Tälern nach oben.

Mont Sainte-Odile (Odilienberg) – An Neujahr geht es rund um den Odilienberg hoch her. Bei schönem Wetter ziehen die Menschen fast im Gänsemarsch über die gut ausgeschilderten Wanderwege. Groß und Klein amüsiert sich an den kuriosen Steinformationen längs der „Heidenmauer“, eine einzigartige Megalith-Konstruktion die jeweils drei Plateaus in der Nähe des Klosters auf dem Gipfel umzäunt. Mont Sainte-Odile betrachten manche als „Heiligen Berg des Elsass“. Er wäre damit auch ein Heiliger Berg des deutschsprachigen Kulturraumes, denn der Elsass und die Vogesen – das den Elsass prägende Mittelgebirge, zu dem Mont Sainte-Odile gehört – haben auch als Teil Frankreichs allenthalben spürbare deutsche Wurzeln.

Steine spüren, Heidenmauer ergründen, heilende Energie aufnehmen?

Neujahr ist die Rheinebene bis hinüber zum Schwarzwald dicht gepackt mit festen grauen Wolkenpaketen. Doch Mont Sainte-Odile (763 Meter hoch) ist über den Wolken. Mittags sind alle drei Parkebenen am Gipfel belegt. Frühlingsgefühl macht sich breit, zumindest auf der sonnenzugewandten Seite der Wahrnehmung. „Hinten“, also im Schatten, kriecht es kalt hoch. Die Sonne des Neuen Jahres ist noch zu jung und schwach. Knapp über dem Gefrierpunkt.

Wer Steine spüren, Heidenmauer ergründen und heilende Energie aufnehmen will, kommt trotzdem auf seine Kosten. Die Heidenmauer, Mur Païen, ist gut zehn Kilometer lang. Neben dem nördlichen und südlichen Rundgang entlang der Mauerreste durchziehen zahreiche weitere Wanderwege das Areal. Die Massen verteilen sich somit weitläufig. Immer wieder kann man sich ganz ungestört der Atmosphäre des Mont Sainte-Odile hingeben. Weicht man etwas vom Weg ab, um Steingruppierungen und Mauerkonstruktion näher zu ergründen, wird man von nur wenige Meter entfernten Wanderern kaum bemerkt und von diesen auch nicht in seienr Introspektion gestört.

Wer mit „heiligen Bergen“ oder „Kraftorten“ nichts am Hut hat, kann einfach drei oder vier schöne Wanderstunden in prähistorischer Kulisse genießen und sich bei einem rustikalen Mal in einer der Klosterwirtschaften vergnüglich stärken. Das dürfte die absolute Mehrheit der Besucher des Mont Sainte-Odile betreffen. Einzelne Seminarveranstalter bieten ihren Kunden an, sie in die astralen Energien und Kräfte des Odilienberges spürbar „einzuweihen“. Doch um etwa das Besondere der Höhle des Druiden, eine Felsgruppierung auf dem Süd-Rundgang, zu spüren, braucht es eigentlich keiner externen Moderation.

Routenplanung starten

Chapelle des Anges, Mont Sainte-Odile

Hier und da ein Räucherstäbchen

Räucherstäbchen und meditatives Verweilen | Bild: Andreas Bubrowski

Freut Mensch und Geist(er): Räucherstäbchen und meditatives Verweilen.

Einfach reinsetzen, das Licht umdrehen, emotional neutral bleiben, nichts erwarten, aber aktiv auf Empfang gehen. Dann könnten Chakren zu rotieren beginnen, ungewöhnliche Gedankenbilder auftauchen und mehr. Oder eben nichts von alledem, etwa weil es gute Gründe gibt, dass GERADE JETZT aktive Funkstille zu herrschen hat. Wer sich ernsthaft für die subtilen Kräfte, Energien und Wesenheiten interessiert, wird es ohnehin nicht beim einmaligen Spaziergang belassen. Oft kann „astrale Funkstille“ aber auch eine wichtige Schutzfunktion sein.

Im Januar 1992 starben gut tausend Meter Luftlinie südlich des Mont Sainte-Odile 87 Menschen bei einem Flugzeugabsturz. Auf dem Odilienberg wurde auch nicht immer nur gebetet. Ab dem 14. Jahrhundert war das Kloster bis ins 19. Jahrhundert hinein wiederholt Plünderungen und Bränden ausgeliefert. Und niemand weiß gesichert, was in prähistorischen Zeiten auf diesem vermutlich heiligen Kultplatz der Kelten alles geschehen ist. Kurz: es kann immer auch mit leidvollen astralen Energien gerechnet werden. Es kann daher nicht verkehrt sein, etwas Räucherwerk auf seinen Wanderungen mitzunehmen2. Hier und da ein Räucherstäbchen und meditatives Verweilen im EINEN LICHT. ANDREAS BUBROWSKI

  1. Übersetzung aus dem Deutschen: Google-Roboter.
  2. Aber bitte richtig räuchern und nur wenn es nicht zu trocken ist (Waldbrandgefahr): sicheren Halt für das Räucherstäbchen herstellen und bis zum letzten Wölkchen dabei bleiben. NIEMALS brennendes Räucherwerk sich selbst überlassen.

Schreibe einen Kommentar